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Impulswellen (Fibroscan oder Elastographie) statt Leberpunktion - Schmerzfrei und ambulant
Am 7. und 8. Februar 2006 war ich im Düsseldorfer Raum unterwegs. Dabei konnte ich kurzfristig einen Termin (Anmeldefristen in der Regel etwa 3-4 Wochen) in der Leberambulanz des Uni-Klinikums bei Prof. Dr. Dieter Häussinger zur Untersuchung mit dem seit Juli 2005 eingesetzten Fibroscan-Gerät erhalten. Ich war insgesamt 2 Stunden bei Prof. Häussinger und seinen Dres. Brill, Vogt und Kircheis. Bei Letzterem habe ich zudem noch die Flimmerfrequenzmessung (siehe Bericht auf den Seiten 18 fff. im Sonderheft "Spätfolgen") wegen einer möglichen HE (hepatischen Enzephalopathie) absolviert.
Zu Fibroscan, der nicht-invasiven Messung der Lebersteifigkeit, nachstehend die Zusammenfassung eines Vortrages von Prof. Häussinger bei einer Ärztefortbildung: "Chronische Lebererkrankungen wie zum Beispiel Fettleber und Leberentzündungen verschiedener Ursachen (Alkohol, Viren, Medikamente etc.) können langfristig zu ernsthaften Leberschädigungen führen. Betroffene Patienten merken oft davon nichts, denn das Fortschreiten der Lebererkrankung bis zur Leberzirrhose geschieht schmerzfrei und daher meist unbemerkt. Auch die Ultraschall- und die Blutuntersuchungen zeigen erst im fortgeschrittenen Stadium der Lebererkrankung (Zirrhose) eindeutige und meist dann nicht mehr reversible Störungen der Leberfunktion. Bisher war die invasive Leberpunktion zur feingeweblichen Untersuchung des Lebergewebes die einzige Möglichkeit, frühzeitig festzustellen, ob bereits eine „Verfestigung der Leber“ durch vermehrte Bindegewebsbildung (Fibrose) oder gar bereits eine Leberzirrhose vorliegt. Als erstes Zentrum in Deutschland kann nun seit Juli 2005 im Universitätsklinikum Düsseldorf, an der Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie & Infektiologie ( Gebäude Nr. 17 ) schmerzfrei, gefahrlos und ambulant die Leberelastizität als Maß für die Verformbarkeit des Lebergewebes gemessen werden. Fibroscan heißt das neue Gerät, welches eine mechanische Impulswelle erzeugt, deren Ausbreitungsgeschwindigkeit im Lebergewebe mittels Ultraschall gemessen wird. Die Geschwindigkeit (je höher diese ist, desto fester ist die Leber) erlaubt Rückschlüsse über die Festigkeit des Lebergewebes. So ist zum Beispiel die Verformbarkeit des Lebergewebes bei einer Leberzirrhose deutlich eingeschränkt, somit die Impulswelle schneller. Das neue Verfahren erlaubt die Feststellung einer Leberzirrhose mit ca. 90%iger Wahrscheinlichkeit, geringförmige Leberfibrosierungen können aber nicht erfasst werden. Bisherige Vergleichsuntersuchungen haben dabei eine gute Übereinstimmung der Fibroscan-Ergebnisse mit dem klinischen Stadium der Lebererkrankung und histologischen Untersuchungen ergeben. Eine Leberfestigkeit (sie wird in Kilo-Pascal gemessen) < 7,5 (kleiner als) ist vereinbar mit Fibrose F1/F2. Werte > 7,5 (also von 7,5 - 12,9) entsprechen in etwa einer fibrotischen Veränderung von F3/F4 und Werte > 13 weisen auf eine Leberzirrhose hin.
Leider wird diese neue Untersuchung der Leber bisher noch nicht von den gesetzlichen Krankenkassen erstattet. Diese Leistung kann aber als individuelle Gesundheitsleistung (IGEL-Leistung) wahrgenommen werden."
Mein persönliches Fazit:
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